Healthcare Themen
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Zu dick? Zu dünn? Genau richtig? Um diese Fragen besser beantworten zu können, wurde der Body Mass Index, kurz BMI, entwickelt. Mit der Formel des Body Mass Index lässt sich das Verhältnis von Größe zu Gewicht berechnen. Die Berechnung des BMI ist ganz einfach: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat. Das Ergebnis gibt an, ob ein Mensch eher unter- oder übergewichtig ist. Bei einem normalgewichtigen erwachsenen Menschen liegt der
Body Mass Indexzwischen 19 und 25. Liegt der BMI unter 19, spricht man von Untergewicht, ein Body Mass Index über 25 zeigt eine Tendenz zum Übergewicht an. Ab einem Body Mass Index von 30 oder darüber handelt es sich um Adipositas, also Fettleibigkeit.
Ganz wichtig ist, dass der BMI nur zur Orientierung dient, da dieses Berechnungssystem auch seine Schwächen hat. Der Body Mass Index unterscheidet beispielsweise nicht zwischen Muskeln und Körperfett. Da Muskeln aber mehr wiegen als Fett, kann ein sportlich austrainierter Mensch durchaus einen höheren Body Mass Index aufweisen, als eine gleich große untrainierte Person. Aus diesem Grund sollte zusätzlich zum BMI auch noch der Körperfettanteil gemessen werden. Außerdem verändert sich der Body Mass Index mit dem Alter. Während der optimale Body Mass Index bei 19 bis 24 jährigen zwischen 19 und 24 liegt, verschiebt er sich im Alter von 45 bis 54 Jahren zu einem optimalen BMI von 22 bis 27. Man sollte bei BMI Berechnungen also immer auch das Lebensalter mit berücksichtigen und in der entsprechenden Body Mass Tabelle nachschauen.
Für Kinder ist dieser Body Mass Index übrigens überhaupt nicht geeignet, da die Formel nur für Erwachsene festgelegt wurde. Für die Berechnung des BMI von Kindern werden zusätzlich noch die sogenannten Perzentilen herangezogen. Das sind Werte die angeben, wie viele Kinder in der entsprechenden Altersgruppe wie viel wiegen. Aus diesen Vergleichen ergibt sich der Body Mass Index für Kinder. Wer sich nicht sicher ist, was der berechnete Wert für sein Kind bedeutet, nimmt am besten Kontakt mit dem Kinderarzt auf und fragt ihn gezielt nach dem Body Mass Index.
Zusätzlich zum Body Mass Index kann man auch das Verhältnis von Bauchumfang zur Körpergröße (WHtR) messen. Dieses Berechnungsverfahren gibt Aufschluss über die Fettverteilung am Körper. Man hat festgestellt, dass manche Menschen trotz eines vergleichsweisen hohen Body Mass Index keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen haben und sogar länger leben als Normalgewichtige mit niedrigem Body Mass Index. Man vermutet den Grund dafür in der Fettverteilung: Speck an Bauch und Hüfte schadet dem Organismus und wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Sitzt dieses Körperfett allerdings an den Schenkeln oder dem Gesäß scheint sich das sogar positiv auszuwirken.
Foto: © Ramona Heim – Fotolia.com
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