Verstopfung – Was wirklich hilft
Verstopfung – Was wirklich hilft
No comments
Be the first one to leave a comment.
In Deutschland leiden etwa 16 Millionen Menschen an Darmträgheit. Man könnte es schon fast als ‘Volkskrankheit’ bezeichnen. Die
Verstopfung, medizinisch als Obstipation bezeichnet, ist aber in den meisten Fällen nicht krankhaft. Häufig ist sie das Ergebnis von falscher Ernährung, Flüssigkeits- und Bewegungsmangel oder gilt als Begleiterscheinung in Stressphasen, während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren.
Akute Verstopfung liegt vor, wenn eine Darmentleerung seltener als drei Mal wöchentlich vorkommt. Hält der Trägheitszustand länger als 12 Wochen an, spricht man von chronischer Verstopfung. Bevor Sie Medikamente in einer Apotheke bestellen, versuchen Sie folgende Hausmittel, um die Verdauung anzuregen.
Grundsätzlich sollten Sie immer auf ausreichende Ballaststoffzufuhr achten. Weiß- und Mischbrot, Weizen- und Eiernudeln können gegen Vollkornprodukte ausgetauscht werden. Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen enthalten ebenfalls reichliche Ballaststoffe. Trinken Sie viel stilles Wasser. Ballaststoffe quellen im Magen auf und saugen sich mit Flüssigkeit voll. Daher ist es wichtig, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zu geben. Auch Bewegung bringt den Darm auf Trab. Ein 30 minütiger Spaziergang nach dem Abendessen entspannt nicht nur die Nerven, sondern regt auch den Darm an. Sollte es dennoch mal zur Verstopfung kommen, versuchen Sie folgende Tipps:
- Weichen Sie über Nacht einen Esslöffel Weizenkleie in Wasser ein und essen Sie diese zum Frühstück mit Joghurt oder mit Müsli mit faserigen Früchten.
- Trinken Sie jeden Morgen ein Glas stilles lauwarmes Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig und einem Esslöffel Honig.
- Ebenfalls abführend wirken getrocknete Pflaumen und rohes Sauerkraut. Beide Mittel sind auch als Säfte in Drogerien erhältlich.
Dauert die Verstopfung länger als zwei Wochen, können Sie in Apotheken ein leichtes Abführmittel bestellen. Unbedenklich sind die Wirkstoffe Marcogold, Lactulose oder Lactitol. Alle drei Wirkstoffe sind mild und belasten nicht, sie machen den Stuhl weich und gleitfähig.
Treten zur Verstopfung Bauchkrämpfe auf oder wechseln sich Verstopfung und Durchfall ab, sollten Sie besser kein Abführmittel bestellen, sondern sich einem Arzt anvertrauen.
Foto: © Benny Weber – Fotolia.com